Martinsfehn

Martinsfehn

Martinsfehn ist ein typisches Fehndorf, wie es hunderte in Ostfriesland gibt. Es liegt irgendwo im Landkreis Leer.

Fehn ist das plattdeutsche Wort für Moor.

Martinsfehn ist ein typisches Fehndorf, wie es hunderte in Ostfriesland gibt, sieben Kilometer lang aber an vielen Stellen nur fünfhundert Meter breit bebaut. Die Hauptstraße verläuft beidseitig parallel zum Martinskanal, dem der Ort seinen Namen verdankt.

Es gibt ein paar Seitenkanäle, sogenannte Wieken. Die Grundstücke sind schmal, dafür aber sehr lang, in der Regel fünfhundert Meter, wobei der größte Teil nur landwirtschaftlich genutzt werden darf. Im Rahmen eines europäischen Projektes hat man den Ort vor Jahren aufgehübscht und die schlichten Holz- oder Betonbrücken, die überall im Ort die beiden Kanalseiten miteinander verbinden, durch Hubbrücken mit strahlend weißen Holzaufbauten ersetzt.

Im Ortskern werden die Brückengeländer im Sommer mit Pflanzkästen geschmückt, in denen die Gemeindearbeiter rote und weiße Geranien pflanzen, aber meist nicht sehr gut pflegen, so dass sie ein eher kümmerliches Bild abgeben.

Doch auch in Martinsfehn ist die Zeit nicht stehengeblieben. Auch hier gibt es ein Schulzentrum, zwei Neubaugebiete, ein Einkaufzentrum, an dem sich die üblichen Einzelhandelsketten angesiedelt haben und eine Industriegebiet. Und nicht zu vergessen das Tennessee Mountain, die Kultkneipe gegenüber vom Marktplatz, die über die Dorfgrenzen hinaus bekannt ist.

Das Polizeirevier Martinsfehn leitet Hauptkommissar Renke Nordmann, der bei der Kripo in Leer war, bevor er aus persönlichen Gründen die Revierleitung  in Martinsfehn übernommen hat.

Renke ist ein echter Martinsfehntjer, aufgewachsen als Sohn eines Postboten und der Gemeindeschwester. Jeder kennt und achtet ihn, in so einer ländlichen Gemeinde bedeutet das schon die halbe Miete.

Wenn in Martinsfehn Gewaltverbrechen geschehen, ermittelt die Kriminalpolizei Leer in Person von Oberkommissarin Nola van Heerden. Nola lebt noch nicht lange in Leer. Nach einer unerfreulichen Scheidung hat sie ihre Heimatstadt Hannover ziemlich überstürzt verlassen und die erstbeste Stelle angenommen, die sich ihr bot.